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Querfeldein

Ich habe eine mutige Reiterin mit der ich gerne durch Wald und Wiesen reite.

Sie jauchzt und ruft, breitet beide Arme aus und verlässt sich auf Gott und die Welt- und mich.

Manchmal rutscht mir dabei das Herz in die Hose, doch ich lasse es zu und schiebe es langsam wieder an den richtigen Platz- im Vertrauen auf Gott und die Welt- und mein Pferd.

Pferde sind so gross und stark und wir als Reitlehrer und Therapeuten müssen uns dennnoch ganz auf sie einlassen. Natürlich nicht, ohne sie auch sehr gut zu kennen! Und so reiten wir herrlich abseits aller ausgetretenen Pfade und geniessen die kleinen neuen Ausblicke, die neuen Blickwinkel und Sichtweisen. Wie auch sonst im Leben wenn wir es wagen von üblichen Wegen ab zu weichen!

Nur Mut und dann kann man Rennen und Juchzen und Galoppieren und fühlt sich plötzlich ein klein wenig freier und vielleicht auch etwas- rebellisch:)

 

 

Reiten im Winter

Es ist Winter und bei uns im Norden ist alles grau und matschig. Hufe und Gummistiefel sind matschig. Das Lederzeug ist klamm und muss oft drinnen getrocknet werden.

Meistens sitzen wir mit Schneeanzug/Reitanzug, oder Regensachen auf dem Pferd. Am liebsten mit einem Sattelfell für etwas Gemütlichkeit.

Die Pferde kann man meistens kaum putzen und nur an der Sattellage etwas abrubbeln, denn sie sind das ganze Jahr im Offenstall und da es bei uns so gut wie nie schneit, sondern nur regnet wegen der fehlenden zwei Grad, sind sie meistens nass.

Aber wir lieben das Unterwegssein mit den Pferden und auch bei unserem nordischen Winter macht es uns großen Spass. Da wir viele Isländer haben, macht es uns schon mal gar nichts aus. Auf Island ist es fast immer so! Das dicke Fell und die wehende Mähne ist schon eine große Freude und dann den Sprühregen im Gesicht und die klammen Gesichtszüge nach dem Reiten- man weiss das man Draussen war und freut sich auf einen warmen Ofen! Das trappeln der Hufe im Ohr und Wind und Wetter drum herum- herrlich! Ich bin lebendig!